Der Baustoff Holz ist einer der beliebtesten Baustoffe der Welt.


Immer wieder hört man Vorurteile und kritische Fragen, wenn es darum geht, dass Holz als Baustoff eingesetzt werden soll. Oft tauchen dieselben falschen Annahmen auf, die über Holz im Umlauf sind: es brennt schnell, es fault, es wird feucht und morsch und es wird vom Holzwurm aufgefressen.

 

Wo Informationen fehlen, entstehen Gerüchte. Wir wollen nicht nur die Vorurteile abbauen sondern auch aufzeigen, dass sich die angeblichen Nachteile als Vorteile für das Holz als Baustoff darstellen.

 

 

Holz hat eine hohe Feuerwiderstandsdauer. Ein Holzbalken hält Feuer länger stand als z.B. ein Betonpfeiler oder Stahlträger. Im Brandfall entsteht durch die äußere Verkohlung ein Schutzmantel, der verhindert, dass das Feuer genug Sauerstoff zur Verbrennung bekommt. Ein Holztragwerk versagt daher nicht plötzlich.

Holz ist ein äußerst langlebiger Baustoff. Die Beweise stehen in jeder Altstadt: Fachwerkhäuser. Teilweise sogar aus dem 13. Jahrhundert sind die Holzrahmen dieser Häuser immer noch in hervorragendem Zustand. Als generelle Regel gilt: Holz muss konstruktiv gegen Bewitterung geschützt sein, nach Befeuchtung also die Möglichkeit zur Abtrocknung haben, dann kann es über Jahrhunderte bestehen. Auch als Fassade ist Holz ein idealer Baustoff. Viele unserer Giebel aus kanadischem Nadelsperrholz aus dem Jahr 1971 sind heute noch sehr gut erhalten.

Heute werden bei uns Fassaden aus beschichteter Weißtanne von CapeCod verbaut, welche sogar vom Hersteller eine Garantie über 15 Jahre für die Farbbeschichtung erhalten.

 

 

Holz ist ein stabiler Baustoff. Holz bietet eine enorme Festigkeit im Verhältnis zu seinem Gewicht. Dies ist ein entscheidender Vorteil für die Gebäudestatik und ebenso für die Logistik beim Errichten der Bauwerke. Deshalb ist Holz heute wieder ein beliebtes Baumaterial für Hallen, Brücken, Gewerbebauten und Kindergärten.

 

Holz ist ein schlechter Wärmeleiter, und das ist gut für die Dämmung. Sie können das selbst ausprobieren. Halten Sie Ihre Hand zuerst auf eine Holzplatte und dann auf einen Backstein. Das Holz fühlt sich wärmer an.

Durch diese Eigenschaft des Holzes lassen sich nahezu wärmebrückenfreie Gebäude konstruieren, welche sehr sparsam mit Energie umgehen.

Holz ist ein Gestaltungselement. Wir kombinieren Holzfassaden mit Klinker oder Putz, so dass eine moderne Architektur entsteht. Es gibt heute Holzprodukte in den unterschiedlichsten Formen und Farben, vom ausgefallenen Fassadenprofil bis hin zum extravaganten Parkett.

 

Konstruktionsholz hat einen natürlichen Schutz gegen Schädlinge. Da im Holzrahmenbau ausschließlich technisch getrocknetes Holz verwendet wird, mit einer Restfeuchte von unter 15%, ist jeglicher Insekten und Pilzbefall ausgeschlossen. Der Feuchtegehalt des Konstruktionsholzes wird bei jeder Lieferung kontrolliert und dokumentiert.

Ein weiterer wichtiger Schutz des Holzes kann konstruktiv z. B. durch Dachüberstände, hinterlüfteten Fassaden und Einhalten von Spritzwassergrenzen erreicht werden. Durch diese Maßnahmen wird dafür gesorgt, dass Holzbauteile entweder erst gar nicht befeuchtet werden, oder so gut umlüftet eingebaut sind, dass sie immer wieder abtrocknen können.

 

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff. Die Forstwirtschaft arbeitet nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit. D.h. es wird nicht mehr Holz genutzt als nachwächst. Wir beziehen unser Holz für die Wandproduktion aus Brandenburg, was ebenfalls kurze Lieferwege hat und somit Energie einspart.

 

Der Einsatz von Holz ist aktiver Umweltschutz: Holz bindet Kohlendioxid. Durch Photosynthese ist der Wald in der Lage, mit Hilfe von Blattgrün und Licht aus dem Kohlendioxid der Luft Sauerstoff zu produzieren. Das dabei verbrauchte Kohlendioxid speichert der Baum als Kohlenstoff im Holz. Schon ein einziger Kubikmeter Holz bindet rund eine viertel Tonne Kohlenstoff. Durch die Holznutzung und Verarbeitung zu dauerhaften Produkten bleibt der Kohlenstoff langfristig gebunden. Die Atmosphäre wird somit entlastet und die Erderwärmung gebremst. Wer Holz verwendet, trägt daher wesentlich zur Verminderung des Treibhauseffektes bei.

 

 

Holz ist ein preiswerter Baustoff. Bauen mit Holz ist eine gute Möglichkeit, Geld zu sparen.

Weil sich Holz leicht verarbeiten lässt wird die Bauzeit kürzer und man kann viel in Eigenleistung erledigen. Gerade durch den hohen Grad der werksseitigen Vorfertigung in der Holztafelbauweise verkürzt sich die Aufstellzeit des Gebäudes vor Ort erheblich. Das verringert den Gesamtzeitplan in der Bauausführung erheblich und kommt den Kosten bei einer Finanzierung des Projekts sehr entgegen.

Die Holzrahmenbauweise bietet viele Möglichkeiten an Eigenleistungen wie z.B. Dämmarbeiten in den Wänden und Decken, Malerarbeiten und Verlegung der Bodenbeläge. Diese Arbeiten erfordern nur geringe handwerkliche Kenntnisse und sind mit vielen Helfern in kurzem Zeitraum durchführbar. Die Eigenleistungen sparen die Kosten für professionelle Handwerker.