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Passivhäuser

Was ist ein „Passivhaus“

Ein Passivhaus ist ein Bauwerk mit einem extrem niedrigen Heizwärmebedarf (15 kWh/m²a), so dass auf konventionelle Heizungsanlagen meist verzichtet werden kann und die Erwärmung der Zuluft ausreicht. Dieser geringe Verbrauch wirkt ständig steigenden Energiekosten entgegen, da die Nebenkosten für Heizung gering bleiben.

Ein Passivhaus ist aus den folgenden Elementen aufgebaut: gedämmte Bodenplatte/Keller, effiziente wärmebrückenfreie Außenhülle mit einem U-Wert von unter 0,15 W/m²K, dreifachverglaste Fenster mit gedämmten Rahmen und einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.

Die Ausrichtung der Glasflächen zur Sonne und die möglichst fensterlose Nordfassade sind wichtiger Bestandteil dieses Konzeptes. Die Brauchwasserversorgung erfolgt zumeist über eine thermische Solaranlage.

Eine weitere Variante ist das KfW 40 Haus. Die folgenden Kriterien werden von der KfW – Bank für einen zinsvergünstigten Kredit vorgeschrieben a) Primärenergiebedarf < 40 kWh/m²a und b) Transmissionswärmebedarf 45% unter EnEV – Höchstwert.

Das heißt, auch hier wird eine hochgedämmte Außenhülle, kombiniert mit einer effizienten Heizungs- und Brauchwassererwärmung gefordert. 

Warum ausgerechnet ein Passivhaus von kanada-haus ?

 

Ein kanada-haus gewährleistet erstklassige Qualität. Eine durchgehende Außenwand mit einer gedämmten Installationsebene gewährleisten die Grundlage für eine luftdichte Hülle.

 

Wir haben ein kanada-passivhaus (KfW 40) mit einem Standard – EnEV – Massivhaus verglichen. Die Gebäudehülle wurde von den Außenmaßen identisch berechnet.


Variante 1)     Dawson als KfW 40

 

Außenhülle mit Passivhausbauteilen, Fenster 3-fach verglast, Bodenplatte mit Perimeterdämmung.

 

Restwärme und Warmwasser über Solarschichtenspeicher mit Gasbrennwertzuheizung, Lüftungsanlage mit WRG

 


Variante 2)     Dawson massiv

 

Wände aus KS mit WDVS, Fenster 2-fach verglast, Dach und Bodenplatte Standarddämung

 

Wärmeerzeugung und Brauchwasser mit Gasbrennwertgerät, Fensterlüftung

 

In einer ersten Auswertung der Ergebnisse dieser beiden Varianten kann man feststellen, dass der Jahres-Primärenergiebedarf bei gleichem Energieträger in der Variante 2 um Faktor 3 erhöht ist. Beide Versionen erfüllen die Vorschriften der EnEV 2004.

 

Im einzelnen kann man folgende Punkt betrachten:

 

 

 

 

 


 

 

1)        Heizwärmebedarf

 

Der jährliche Heizwärmebedarf bei einem konventionellen Haus ist mehr als doppelt so hoch als im Passivhaus (nach KfW 40). Die Heizwärmebedarf kann durch verschiedene Dämmmaßnahmen weiter gesenkt werden.

 

Ein kanada-passivhaus ist sehr behaglich, da es durch die sehr gut gedämmte Hülle wenig Wärme abgibt und somit sich die Raumtemperatur nahezu konstant bleibt.

 

 

 

 

 


2)    Endenergiebedarf

 

Dieser Kennwert stellt den Energiebedarf dar, welcher für die Bereitstellung an Heizwärme, Brauchwassererwärmung und der benötigten Hilfsenergie für Pumpen, Lüftermotoren steht.

 

Am dargestellten Beispiel ist der Energieverbrauch um Faktor 4 höher, als beim Passivhaus.

 

Auch bei steigenden Energiekosten ist das Wohnen in einem kanada-passivhaus kostengünstiger und somit von den Nebenkosten erheblich geringer zu Bewerten, als ein konventionelles Bauwerk.

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

3)   Ökologie / CO2-Ausstoß 

 

Durch den geringeren Verbrauch an fossilen Brennstoffen und den Einsatz von Solartechnik, ist der CO2-Ausstoß eines kanada-passivhauses mehr als 66% geringer als im konventionellen Massivhaus.

 

Dieser Wert lässt sich durch den Einsatz von Erdwärmepumpen noch weiter senken.

 

Aber nicht nur die direkte CO2-Erzeugung beim Betrieb des Hauses gehört zur Ökologie, sondern auch der Einsatz nachwachsender Rohstoffe. Das tragende Gerüst eines kanada-passivhauses besteht aus einem Holzrahmen, welcher mit einer formaldehydfreien OSB 4 Platte ausgesteift wird. Als Putzträgerplatte wird eine spezielle Holzweichfaserplatte verwendet, welche gleichzeitig Dämmung und sommerlichen Wärmeschutz bietet.

 

Bei der Herstellung eines kanada-passivhauses wird daher erheblich weniger Energie für die Herstellung der Baustoffe verwendet, als bei konventionellen Massivhäusern (Brennen der Mauerziegel, Herstellung von Styropor etc.).

 

Auch der Ersatz von Mineralwolledämmung durch nachwachsende Baustoffe, wie Schafswolle, Hanf oder Zellulosedämmung ist möglich.

 

Mit dem Bau eines kanada-passivhauses kann man aktiv die Umwelt durch Energieeinsparungen, den Einsatz nachwachsender Rohstoffe und die Reduktion des CO2-Ausstoßes schützen.

Download: Passivhaus als  Ergänzung zur Standardbaubeschreibung